Die Lieferanten

In der Zucht unterscheidet man Schafrassen grundsätzlich nach ihrerm Verwertungszweck. So gibt es unter anderem Milchschafe, Fleischschafe, Landschafe oder Wollschafe. Ab sieben Tieren spricht man von einer Herde, der Vater heißt Bock oder Widder, das Muttertier Aue. Lämmer sind Jungtiere unter einem Jahr, Hammel sind männlich, kastriert und älter als ein Jahr.
In der Regel werden die Tiere zweimal im Jahr geschoren, die Wolle wiegt zwischen drei und vier Kilo. Werden die Tiere beim Scheren leicht verletzt, so verheilen die Wunden schnell mit Hilfe des Lanolins, also dem Wollfett. Der Züchter erhält etwa 1,20 € pro Kilo Wolle. Die Wolle, mit der ich fast überwiegend arbeite, liefert mir das Tiorler Bergschaf. Seine Wolle ist eher grob (30-32 mic) und eignet sich hervorragend für stabile Taschen und Katzenhöhlen. In der Natur kommt die Wolle in den Farben Weiß, Braun, Naturschwarz und Mischfarbe vor. Bergschafwolle beziehe ich ausschließlich direkt aus Tirol, wo ich mich regelmäßig persönlich von der Wollqualität überzeuge: https://www.schafwollzentrum.tirol/

Tiroler Bergschaf

Foto: (c) Sonja Clasing

Das Tiroler Bergschaf ist äußerst trittsicher und kann daher die Sommermonate oberhalb der Baumgrenze zwischen 2000 und 3000 Metern verbringen. Es ist sehr robust und ein guter Futterverwerter. Die Mutterschafe kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Im Vergleich zu anderen Rassen hat das Tiroler Bergschaf eine lange gebogene Schnauze und große hängende Ohren. Ich würde sagen, es ist nicht besonders hübsch, aber im wahrsten Sinne des Wortes lammfromm und niemals aggressiv. Es liefert hervorragende Filzwolle.



Schafschur auf Gut Karlshöhe